Aktuelle Stellen: Datenschutzmanager

Was macht man in diesem Beruf?

Datenschutzmanager setzen in einer Organisation die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung, des Bundesdatenschutzgesetzes und bereichsspezifischer Regeln um, etwa im Gesundheitswesen oder bei Sozialdaten. Sie führen das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, prüfen neue Software und Prozesse, erstellen Datenschutz-Folgenabschätzungen und verhandeln Verträge zur Auftragsverarbeitung mit Dienstleistern. Häufig arbeiten sie dem benannten Datenschutzbeauftragten zu oder übernehmen diese Funktion selbst. In größeren Organisationen mit mehreren Gesellschaften koordinieren sie als Teil einer Stabsstelle die Datenschutzarbeit über Standorte hinweg und stimmen Richtlinien zentral ab. Die Bezeichnungen Datenschutzkoordinator, Datenschutzreferent oder Datenschutzberater meinen oft ähnliche Tätigkeiten.

Arbeitsalltag

Der Alltag findet überwiegend im Büro oder im Homeoffice statt, mit viel Bildschirmarbeit, Lesen von Gesetzestexten, Verträgen und technischen Beschreibungen. Ein großer Teil besteht aus Abstimmungen: mit der IT, der Informationssicherheit, der Rechtsabteilung, dem Betriebsrat oder Personalrat und den Fachbereichen, die ein neues Verfahren einführen wollen. Dazu kommen Schulungen für Beschäftigte, interne Prüfungen und die Beantwortung von Auskunftsanfragen betroffener Personen. Bei Datenpannen entsteht Zeitdruck, weil eine Meldung an die Aufsichtsbehörde in der Regel innerhalb von 72 Stunden erfolgen muss. Die Arbeitszeiten sind meist regulär im Tagdienst, gelegentlich fallen Dienstreisen zu anderen Standorten oder Audits bei Dienstleistern an. Wer konzernweit arbeitet, hat viele Ansprechpartner und muss widersprüchliche Interessen ausgleichen, was kommunikativ fordernd sein kann.

Perspektiven

Die Nachfrage ist stabil, weil die Pflicht zum Datenschutz alle Branchen betrifft und Themen wie Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung im Gesundheitswesen neue Prüfaufgaben schaffen. Arbeitgeber sind Kliniken und Klinikkonzerne, Versicherungen, Banken, Industrie, Behörden und spezialisierte Beratungsfirmen. Mit Erfahrung ist der Schritt zum Konzerndatenschutzbeauftragten, zur Leitung einer Datenschutzabteilung oder in den Bereich Compliance und Informationssicherheit möglich. Auch eine Tätigkeit als externer Datenschutzbeauftragter für mehrere Kunden ist verbreitet. Zertifikate privater Anbieter und Kenntnisse in Informationssicherheit verbessern die Chancen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Körperlich ist der Beruf wenig belastend: schweres Heben, langes Stehen oder Nachtarbeit kommen kaum vor. Die Hauptanforderungen liegen in dauerhafter Bildschirmarbeit, konzentriertem Lesen langer Dokumente, sicherer schriftlicher Ausdrucksweise und vielen Besprechungen und Schulungen. Zeitdruck entsteht vor allem bei Datenpannen und Fristen. Für Sehbeeinträchtigungen helfen Großbildschirme, Vergrößerungssoftware, Screenreader und Braillezeilen, sofern die verwendeten Programme barrierearm sind. Bei Hörbeeinträchtigungen unterstützen Headsets mit Verstärkung, Live-Untertitel in Videokonferenzen oder Gebärdensprachdolmetschende bei Schulungen. Ergonomische Arbeitsplätze, Spracherkennung und Homeoffice-Anteile erleichtern die Arbeit bei Einschränkungen der Beweglichkeit oder bei Erkrankungen, die Pausen und flexible Zeiten erfordern. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung kommen für Leistungen zur Teilhabe und Weiterbildungen in Frage. Viele Stellen sind im öffentlichen Dienst und in großen Organisationen mit Schwerbehindertenvertretung angesiedelt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.