Aktuelle Stellen: Bauleiter Elektrotechnik

Was macht man in diesem Beruf?

Bauleiter Elektrotechnik sorgen dafür, dass elektrische Anlagen so gebaut werden, wie sie geplant und beauftragt wurden. Dazu gehören Energieverteilungen, Schaltanlagen, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Beleuchtung, Brandmelde- und Kommunikationstechnik in Industrieanlagen, Kraftwerken, Gewerbe- und Wohnbauten. Sie arbeiten sich in Pläne und Leistungsverzeichnisse ein, teilen Monteure und Nachunternehmer ein, bestellen Material, überwachen Fortschritt und Qualität und prüfen die Einhaltung von Normen wie der DIN VDE. Am Ende stehen Inbetriebnahme, Prüfprotokolle, Dokumentation und die Abnahme durch den Auftraggeber. Auch Nachträge, Aufmaße und die Abrechnung gehören zum Aufgabenbereich. In der Regel tragen sie die Verantwortung als Elektrofachkraft und für den Arbeitsschutz auf der Baustelle.

Arbeitsalltag

Der Tag teilt sich zwischen Baustelle und Büro. Auf der Baustelle stehen Begehungen, Abstimmungen mit dem Montageteam, Baubesprechungen mit Architekten, Fachplanern und anderen Gewerken sowie Kontrollen der ausgeführten Arbeiten an. Das bedeutet Gehen über unebenes Gelände, Treppensteigen, gelegentlich Leitern oder Gerüste, Lärm, Staub und Witterung. Im Büro oder Baucontainer folgen Terminplanung, Schriftverkehr, Bautagebuch, Kostenkontrolle und Abrechnung am Bildschirm. Bei Projekten im Anlagenbau liegen die Baustellen oft weit entfernt, sodass Reisen, Übernachtungen unter der Woche und ein Führerschein üblich sind. Zeitdruck entsteht durch feste Fertigstellungstermine und Abhängigkeiten von anderen Gewerken; in der Phase vor Inbetriebnahme oder bei Störungen kommen Überstunden vor. Schichtarbeit ist selten, Arbeiten bei laufendem Betrieb in Industrieanlagen können aber frühe oder späte Einsätze verlangen.

Perspektiven

Die Nachfrage ist hoch. Energiewende, Netzausbau, Ladeinfrastruktur, Rechenzentren und die Modernisierung von Industrieanlagen sorgen für viele Projekte, während erfahrene Fachkräfte fehlen. Mit wachsender Erfahrung übernehmen Bauleiter größere Projekte, werden Oberbauleiter, Projektleiter oder Abteilungsleiter. Möglich sind auch Wechsel in die Fachplanung, in die Kalkulation, zu Bauherren und Betreibern, in Ingenieurbüros oder in den öffentlichen Dienst, wo Bauverwaltungen Elektrotechnik-Projekte von Auftraggeberseite steuern. Weiterbildungen etwa zu Arbeitsschutz, Vertragsrecht nach VOB oder Projektmanagement unterstützen den Aufstieg.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf verbindet körperlich fordernde Baustellenanteile mit viel Organisation, Kommunikation und Bildschirmarbeit. Wer längere Wege, Leitern oder unebenes Gelände nur eingeschränkt bewältigt, findet oft bei größeren Arbeitgebern Lösungen: Aufgabenteilung mit Fachbauleitern oder Obermonteuren, Projekte mit gut erschlossenen Baustellen oder ein stärkerer Schwerpunkt auf Planung, Kalkulation und Projektsteuerung. Häufiger Kontakt zu vielen Beteiligten, Telefonate und Besprechungen in lauter Umgebung sind bei Höreinschränkungen eine Herausforderung, für die Hörsysteme mit Funkübertragung und schriftliche Abstimmung helfen. Für die Bildschirmarbeit kommen Vergrößerungssoftware, große Monitore und ergonomische Arbeitsplätze in Frage. Weil Reisen und Autofahren dazugehören, kann ein behindertengerecht umgebautes Fahrzeug wichtig sein. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt und die Reha-Träger unterstützen mit technischen Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit mit Leistungen zur Teilhabe. Schwerbehinderte Beschäftigte können verlangen, von Mehrarbeit freigestellt zu werden, was bei terminkritischen Projekten früh mit Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertretung besprochen werden sollte.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.