Aktuelle Stellen: Baubevollmächtigter

Was macht man in diesem Beruf?

Baubevollmächtigte sind die Vertretung des Bauherrn vor Ort. Die Bezeichnung ist vor allem bei Eisenbahninfrastrukturunternehmen wie der Deutschen Bahn üblich, kommt aber auch bei Verkehrsbetrieben und Infrastrukturgesellschaften vor. Sie betreuen Bauvorhaben an Gleisen, Weichen, Brücken, Tunneln, Stützbauwerken, Bahnsteigen oder Straßen und sorgen dafür, dass das Projekt vertragsgemäß, sicher und im geplanten Zeit- und Kostenrahmen umgesetzt wird. Je nach Schwerpunkt liegt der Fokus auf Verkehrsanlagen wie Oberbau und Tiefbau oder auf dem konstruktiven Ingenieurbau. Sie arbeiten mit Planungsbüros, Baufirmen, Bauüberwachung, Betrieb und Aufsichtsbehörden zusammen und treffen auf der Baustelle die Entscheidungen im Namen des Auftraggebers.

Arbeitsalltag

Der Alltag teilt sich zwischen Büro und Baustelle. Im Büro werden Ausführungsunterlagen geprüft, Bauabläufe mit den Sperrzeiten des Betriebs abgestimmt, Nachträge bewertet, Rechnungen freigegeben und Bautagebücher sowie Protokolle ausgewertet. Hinzu kommen Baubesprechungen mit Auftragnehmern und Fachplanern sowie die Abstimmung mit Prüfsachverständigen und Behörden. Auf der Baustelle kontrollieren Baubevollmächtigte den Baufortschritt, die Qualität und die Einhaltung der Sicherheitsvorgaben, nehmen Leistungen ab und begleiten die Inbetriebnahme. Im Bahnbau finden viele Arbeiten in nächtlichen oder Wochenend-Sperrpausen statt, deshalb gehören Nacht- und Wochenendeinsätze zum Beruf. Baustellen liegen oft verteilt in einer Region, sodass regelmäßige Fahrten mit dem Dienstwagen anfallen. Wer im Gleisbereich unterwegs ist, trägt Schutzkleidung und bewegt sich auf Schotter, Böschungen und unebenem Gelände, bei jedem Wetter. Termindruck entsteht vor allem, wenn Sperrpausen fest vorgegeben sind und die Strecke zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder befahrbar sein muss.

Perspektiven

Der Bedarf ist hoch, weil Schienennetz, Brücken und Straßen in großem Umfang saniert und ausgebaut werden. Ingenieurinnen und Ingenieure mit Bauerfahrung werden bei Infrastrukturbetreibern und Verkehrsunternehmen dauerhaft gesucht. Mit Erfahrung ist der Wechsel in die Projektleitung, in die Leitung größerer Bauvorhaben oder in die Gesamtprojektsteuerung möglich. Andere wechseln in die Planung, in die Bauüberwachung, in Prüfinstanzen oder in die Anlagenverantwortung im Betrieb. Interne Schulungen zu eisenbahnspezifischen Regelwerken erweitern die Einsatzmöglichkeiten.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen liegen in zwei Bereichen: anspruchsvolle Büro- und Bildschirmarbeit mit viel Kommunikation und körperlich fordernde Baustellenbegehungen. Auf der Baustelle zählen sicheres Gehen auf unebenem Grund, gutes Sehen und Hören zur Wahrnehmung von Warnsignalen und Zugverkehr sowie Belastbarkeit bei Nachtarbeit und Witterung. Für Tätigkeiten im Gleisbereich verlangen Arbeitgeber häufig eine arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchung; die konkreten Kriterien hängen von der Tätigkeit ab und werden im Einzelfall geprüft. Der Führerschein ist meist erforderlich. Im Bürobereich helfen ergonomische Arbeitsplätze, Großbildschirme, Vergrößerungs- oder Vorlesesoftware und Headsets mit Hörsystemanbindung. Ist die Baustellenpräsenz eingeschränkt, lassen sich Aufgaben teilweise verlagern, etwa auf Vertragsmanagement, Nachtragsprüfung, Terminsteuerung oder Dokumentation, während Begehungen im Team aufgeteilt werden. Große Infrastrukturbetreiber haben in der Regel eine Schwerbehindertenvertretung und strukturierte Verfahren zur Arbeitsplatzanpassung.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.