Aktuelle Stellen: Techniker für Gebäudeautomation

Was macht man in diesem Beruf?

Techniker für Gebäudeautomation verbinden die technischen Anlagen eines Gebäudes zu einem gesteuerten System. Sie arbeiten an der Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR) von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, an Beleuchtung, Jalousien, Zutrittskontrolle und Energiezählern. Dazu programmieren sie DDC-Steuerungen, binden Anlagen über Kommunikationsprotokolle wie BACnet, KNX oder Modbus an und richten die Gebäudeleittechnik (GLT) ein, über die Betreiber ihre Anlagen überwachen und bedienen. Ein wachsender Teil der Arbeit betrifft Energieeffizienz: Regelstrategien optimieren, Verbräuche auswerten und Anlagen so einstellen, dass sie nur laufen, wenn sie gebraucht werden.

Arbeitsalltag

Der Alltag teilt sich zwischen Büro und Gebäude. Im Büro entstehen Funktionsbeschreibungen, Datenpunktlisten, Schaltschrankpläne und Steuerungsprogramme, außerdem werden Visualisierungen für die Leitwarte erstellt. Auf der Baustelle oder im Bestandsgebäude folgen Inbetriebnahme, Funktionsprüfungen, Fehlersuche an Sensoren, Aktoren und Netzwerkverbindungen sowie die Abnahme mit Bauherren und Fachplanern. Viele Arbeitsorte sind Technikzentralen im Keller oder auf dem Dach, Schächte und Zwischendecken; dort wird mit Laptop, Messgeräten und teils auf Leitern gearbeitet. In Systemhäusern und im Service gehören Fahrten zu wechselnden Kundenobjekten und Rufbereitschaft häufig dazu. Vor Übergabeterminen entsteht Zeitdruck, weil die Gebäudeautomation als eines der letzten Gewerke fertig wird. Wer beim Betreiber angestellt ist, etwa in einer Klinik oder Hochschule, arbeitet regelmäßiger und stärker an der Leitwarte.

Perspektiven

Die Nachfrage ist hoch. Gründe sind steigende Anforderungen an Energieeinsparung, die Modernisierung älterer Anlagen und die zunehmende Vernetzung von Gebäuden. Fachkräfte, die Programmierung und IT-Netzwerke beherrschen, sind besonders gesucht. Mit Erfahrung bieten sich Wege in die Projektleitung, die Fachplanung, das technische Gebäudemanagement oder zum Schwerpunkt Energiemonitoring und IT-Sicherheit von Gebäudenetzen. Ein berufsbegleitendes Studium der Gebäude- oder Elektrotechnik ist möglich.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die körperlichen Anforderungen hängen stark von der Stelle ab. Inbetriebnahme und Service verlangen Gehen auf Baustellen, Treppensteigen, Arbeiten in engen Räumen und auf Leitern, Feinmotorik beim Klemmen von Leitungen und das sichere Unterscheiden von Aderfarben. Programmierung, Engineering und Leitwarte sind dagegen überwiegend Bildschirmarbeit am Schreibtisch. Viele Anlagen lassen sich heute per Fernzugriff prüfen und parametrieren, was Wege vor Ort reduziert. Häufig verlangt wird ein Führerschein der Klasse B. Hilfreich sind höhenverstellbare Arbeitsplätze, große Monitore, Vergrößerungssoftware, leichte Messgeräte und eine Aufgabenteilung im Team, bei der Vor-Ort-Arbeiten von Kollegen übernommen werden. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, bei der Einarbeitung kann die Agentur für Arbeit einen Eingliederungszuschuss zahlen. Bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst besteht in der Regel Anspruch auf ein Vorstellungsgespräch.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.