Aktuelle Stellen: Sachbearbeiter Sicherheit

Was macht man in diesem Beruf?

Sachbearbeiter Sicherheit kümmern sich um die organisatorische Seite der physischen Sicherheit. Gemeint ist der Schutz vor unbefugtem Zutritt, Diebstahl, Sabotage und Vandalismus, nicht die IT-Sicherheit. Zu den Kernaufgaben gehören die Vergabe und Verwaltung von Zutrittsberechtigungen, das Ausweis- und Schlüsselwesen, die Anmeldung von Besuchern und Fremdfirmen sowie die Abstimmung mit dem Bewachungsdienstleister. Dazu kommt die Pflege von Sicherheitskonzepten, Dienstanweisungen und Prozessbeschreibungen. In Betrieben der kritischen Infrastruktur, etwa Kraftwerken und Netzbetreibern, müssen gesetzliche und behördliche Vorgaben eingehalten und nachgewiesen werden. Sachbearbeiter bereiten dafür Unterlagen für Audits und Prüfungen vor und arbeiten mit Werkschutz, Technik, Arbeitssicherheit und Unternehmenssicherheit zusammen.

Arbeitsalltag

Der größte Teil der Arbeit findet am Bildschirm statt. Zutrittsanträge werden in einem Zutrittskontrollsystem geprüft und freigeschaltet, Ausweise erstellt oder gesperrt, Schließpläne aktualisiert. Sicherheitsvorfälle, etwa ein beschädigter Zaun, ein Fehlalarm oder ein verlorener Schlüssel, werden aufgenommen, bewertet und nachverfolgt. Mit dem Bewachungsdienstleister werden Leistungen abgestimmt, Rechnungen geprüft und Dienstanweisungen angepasst. Hinzu kommen Begehungen auf dem Gelände, bei denen Zäune, Tore, Schließanlagen, Videotechnik und Beleuchtung kontrolliert werden. Auf Kraftwerks- und Industriegeländen bedeutet das Wege über weitläufige Flächen, Treppen, Lärm und das Tragen persönlicher Schutzausrüstung. Die Arbeitszeit liegt meist in der Tagschicht zu Bürozeiten. Bei Störungen, Revisionen oder Vorfällen kann kurzfristiger Einsatz nötig sein; manche Arbeitgeber verlangen Rufbereitschaft. Wer für mehrere Standorte zuständig ist, pendelt zwischen ihnen, oft mit Dienstwagen.

Perspektiven

Die Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastruktur sind in den vergangenen Jahren gestiegen, entsprechend werden in Energieversorgern, Verkehrsunternehmen, Behörden und Industrie Fachleute für die Organisation der Sicherheit gesucht. Mit Erfahrung ist der Weg zur Sicherheitsfachkraft mit Konzeptverantwortung, zum Standort- oder Bereichsverantwortlichen oder in die Unternehmenssicherheit möglich. Weiterbildungen zum Meister für Schutz und Sicherheit oder ein berufsbegleitendes Studium im Sicherheitsmanagement öffnen Leitungsfunktionen. Kenntnisse in Prozessmanagement, Zutrittstechnik und Notfall- und Krisenmanagement werden zunehmend erwartet.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist überwiegend Büroarbeit mit viel Bildschirm, Telefon und Abstimmung per E-Mail. Hier helfen ergonomische Arbeitsplätze, große Monitore, Vergrößerungssoftware, Screenreader oder Hörtechnik; ob das Zutrittskontrollsystem mit Hilfsmitteln bedienbar ist, sollte früh mit dem Arbeitgeber geklärt werden. Körperlich fordernd sind vor allem die Begehungen auf dem Gelände: längeres Gehen, Treppen, unebener Boden und Lärm. Diese Anteile lassen sich je nach Betrieb reduzieren, auf Kollegen verteilen oder durch Videotechnik und Fahrzeuge erleichtern. Zeitdruck entsteht bei Vorfällen und Prüfterminen, Rufbereitschaft kann belasten. Schwerbehinderte Beschäftigte können nach § 207 SGB IX verlangen, von Mehrarbeit freigestellt zu werden. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, die Agentur für Arbeit kann einen Eingliederungszuschuss zahlen. Ansprechpartner im Betrieb sind die Schwerbehindertenvertretung und das Betriebliche Eingliederungsmanagement.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.