Aktuelle Stellen: Reiseberater

Was macht man in diesem Beruf?

Reiseberater ermitteln im Gespräch, wohin, wann und wie jemand reisen möchte, und suchen passende Angebote heraus: Pauschalreisen, Flüge, Hotels, Mietwagen, Kreuzfahrten oder Bahnverbindungen mit Sitzplatzreservierung. Sie vergleichen Preise und Tarife, erklären Reise-, Einreise- und Versicherungsbedingungen, buchen über Reservierungssysteme und kassieren. Nach der Buchung kümmern sie sich um Umbuchungen, Stornierungen und Erstattungen. In Reisezentren von Verkehrsunternehmen stehen Fahrkarten, Abos, Bahncards und die Auskunft bei Störungen im Vordergrund; in Reisebüros eher die ausführliche Beratung zu Urlaubsreisen.

Arbeitsalltag

Der größte Teil der Arbeit findet am Schalter oder Beratungstisch und am Bildschirm statt. Parallel zum Gespräch wird in Buchungs- und Vertriebssystemen recherchiert, gebucht und abgerechnet. Hinzu kommen Telefonate, E-Mails, Kassenabrechnung und die Pflege von Prospekten und Aushängen. In Reisebüros wird meist zu Ladenöffnungszeiten gearbeitet, häufig auch samstags. Reisezentren an Bahnhöfen sind früh morgens bis abends sowie an Wochenenden und Feiertagen geöffnet, daher gibt es dort Schichtdienst. Zu Stoßzeiten, vor Ferien und bei Zugausfällen oder Streiks bilden sich Warteschlangen, und der Zeitdruck steigt. Kundinnen und Kunden sind dann oft verärgert; ein ruhiger, freundlicher Umgang auch in angespannten Situationen gehört zum Beruf. Die Tätigkeit ist überwiegend sitzend, Dienstreisen gibt es selten, gelegentlich Informationsreisen zu Zielgebieten.

Perspektiven

Der Vertrieb von Reisen hat sich stark ins Internet verlagert, die Zahl der klassischen Reisebüros ist gesunken. Gefragt bleiben Beratung zu komplexen Reisen, Geschäftsreisen und der persönliche Service an Bahnhöfen, wo Verkehrsunternehmen regelmäßig Personal suchen und auch Quereinsteiger mit Kundenerfahrung einarbeiten. Mit Erfahrung sind Aufgaben als Teamleitung, Filialleitung, im Firmenreisedienst, im Produktmanagement von Veranstaltern oder im Kundenservice von Verkehrsverbünden möglich. Weiterbildungen etwa zum Fachwirt für Tourismus oder Spezialisierungen auf Kreuzfahrten oder Gruppenreisen eröffnen weitere Wege.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Arbeit verlangt längeres Sitzen am Bildschirm, viel Sprechen und Zuhören sowie dauerhaften Kundenkontakt, teils unter Zeitdruck. Körperlich schwere Arbeit fällt kaum an; Heben beschränkt sich auf Prospekte oder Papierrollen. Ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz, ein ergonomischer Stuhl und ein barrierefreier Zugang zum Schalter lassen sich meist gut einrichten. Bei eingeschränktem Sehen helfen Großbildschirme, Vergrößerungssoftware oder Screenreader, wobei geprüft werden muss, ob die eingesetzten Buchungssysteme damit bedienbar sind. Bei eingeschränktem Hören können Headsets mit Verstärkung, Induktionsanlagen am Schalter und ein ruhiger Platz helfen. Wer Schicht- oder Wochenendarbeit schlecht verträgt, findet in Reisebüros oder im Firmenreisedienst eher regelmäßige Arbeitszeiten. Technische Arbeitshilfen und begleitende Hilfe fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, Leistungen zur Teilhabe und Eingliederungszuschüsse die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung. Schwerbehinderte Beschäftigte können auf Verlangen von Mehrarbeit freigestellt werden und haben Anspruch auf Zusatzurlaub.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.