Aktuelle Stellen: Rangierbegleiter

Was macht man in diesem Beruf?

Rangierbegleiter sorgen dafür, dass Güterwagen, Reisezugwagen oder Triebfahrzeuge sicher innerhalb eines Bahnhofs, eines Werksgeländes oder einer Instandhaltungsanlage bewegt werden. Sie stellen Züge zusammen, trennen sie wieder, bringen Wagen an Ladestellen oder in Werkstatthallen und holen sie dort ab. Dabei kuppeln und entkuppeln sie die Fahrzeuge, verbinden Brems- und Elektroleitungen, stellen Weichen von Hand oder per Bedienung, geben Rangiersignale und halten per Funk Kontakt zum Triebfahrzeugführer. Vor der Fahrt prüfen sie Bremsen und Ladung, nach der Fahrt sichern sie abgestellte Wagen mit Handbremse oder Hemmschuh gegen Wegrollen.

Arbeitsalltag

Die Arbeit findet fast vollständig im Freien statt, bei Hitze, Kälte, Regen und Dunkelheit. Rangierbegleiter gehen viel auf Schotter und zwischen Gleisen, steigen auf Tritte und Rangierplattformen und fahren außen an der Spitze der Rangierabteilung mit, um den Fahrweg zu beobachten. Kupplungen und Bremsschläuche zu bedienen erfordert Kraft, ebenso das Umstellen handbedienter Weichen. In Werken der Chemie-, Stahl- oder Autoindustrie richtet sich der Takt nach der Produktion, in Instandhaltungswerken nach den Werkstattterminen der Fahrzeuge. Gearbeitet wird häufig im Wechselschicht- und Nachtdienst, auch an Wochenenden und Feiertagen. Sicherheit hat Vorrang: Die Betriebsvorschriften des jeweiligen Eisenbahnunternehmens müssen genau eingehalten werden, Fehler können zu Unfällen führen. Hinzu kommen schriftliche oder digitale Meldungen über Wagenstände, Schäden und erledigte Aufträge.

Perspektiven

Der Güterverkehr auf der Schiene und der Betrieb von Werk- und Anschlussbahnen benötigen laufend Personal; viele Unternehmen suchen Quereinsteiger und qualifizieren selbst. Mit Erfahrung ist der Aufstieg zum Rangierleiter oder Wagenmeister möglich, mit weiterer Ausbildung zum Triebfahrzeugführer oder Fahrdienstleiter. Wer den Außendienst verlassen möchte, findet Anschluss in der Disposition, in der Wagenlenkung oder in der Werkslogistik. Die Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst öffnet zusätzliche Wege.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf stellt klare körperliche und sinnesbezogene Anforderungen. Rangierbegleiter müssen sich sicher im Gleisbereich bewegen, aufsteigen und mitfahren, Kupplungen bedienen und Signale sehen und hören. Für Tätigkeiten im Eisenbahnbetrieb ist eine betriebsärztliche Tauglichkeitsuntersuchung üblich, die unter anderem Sehvermögen, Farbensehen, Hörvermögen und Belastbarkeit prüft und regelmäßig wiederholt wird. Welche Anforderungen im Einzelfall gelten, hängt von der Funktion und den Vorschriften des Unternehmens ab; ein frühes Gespräch mit dem Betriebsarzt klärt das. Hilfreich sein können Hörsysteme, die mit Funkgeräten gekoppelt werden, ergonomische Werkzeuge, funkferngesteuerte Rangierloks, die den Kraftaufwand verringern, und Schichtpläne mit weniger Nachtarbeit. Schwerbehinderte Beschäftigte können sich nach § 207 SGB IX auf Verlangen von Mehrarbeit freistellen lassen und haben Anspruch auf Zusatzurlaub nach § 208 SGB IX. Das Integrationsamt fördert technische Arbeitshilfen und berät Betriebe, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung unterstützen bei Umschulung und Wiedereingliederung. Bei längerer Erkrankung greift das Betriebliche Eingliederungsmanagement nach § 167 Abs. 2 SGB IX, das auch den Wechsel in Disposition oder Werkslogistik vorbereiten kann.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.