Aktuelle Stellen: Pflegedienstleiter

Was macht man in diesem Beruf?

Die Pflegedienstleitung trägt die fachliche und organisatorische Verantwortung für die Pflege in einer Einrichtung. In der Altenpflege und bei ambulanten Diensten ist sie die verantwortliche Pflegefachkraft, die die Pflegekassen für die Zulassung verlangen. Sie plant, wie viele Pflegekräfte mit welcher Qualifikation in welcher Schicht arbeiten, stellt Personal ein, führt Mitarbeitergespräche und sorgt dafür, dass Pflegeplanung und Dokumentation den Vorgaben entsprechen. Dazu kommen Aufnahmegespräche mit Pflegebedürftigen und Angehörigen, die Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten und Kostenträgern sowie die Vorbereitung auf Prüfungen durch den Medizinischen Dienst und die Heimaufsicht. Stellvertretende Pflegedienstleitungen übernehmen diese Aufgaben in Abwesenheit der Leitung und haben oft einen eigenen Schwerpunkt, etwa Qualitätsmanagement, Pflegeprozesskoordination oder die Leitung eines Wohnbereichs.

Arbeitsalltag

Der Tag besteht zu einem großen Teil aus Büroarbeit: Dienstpläne erstellen und bei Krankmeldungen kurzfristig umplanen, Pflegedokumentationen in der Pflegesoftware prüfen, Pflegegrade und Leistungen mit den Kassen abstimmen, Statistiken und Qualitätsindikatoren auswerten. Daneben stehen Teambesprechungen, Übergaben, Begehungen der Wohnbereiche oder Touren und Gespräche mit Angehörigen, die auch konfliktreich sein können. Die Arbeitszeit liegt meist im Tagdienst unter der Woche, doch Rufbereitschaft am Wochenende oder bei Personalengpässen ist verbreitet. Besonders in kleineren Einrichtungen arbeiten Leitungskräfte bei Ausfällen selbst in der Pflege mit. Der Zeitdruck ist hoch, weil Personalmangel, Prüftermine und Abrechnungsfristen gleichzeitig zu bewältigen sind. In stellvertretenden Funktionen ist der Anteil direkter Pflege oft größer.

Perspektiven

Pflegedienstleitungen werden in Altenpflege, ambulanter Pflege und Krankenhäusern bundesweit gesucht, offene Stellen bleiben häufig lange unbesetzt. Der Weg führt oft über die Wohnbereichs- oder Stationsleitung und die stellvertretende Pflegedienstleitung. Danach sind Einrichtungsleitung, Pflegedirektion, Regionalleitung bei größeren Trägern oder Tätigkeiten im Qualitätsmanagement und bei Prüfdiensten möglich. Ein Studium im Pflegemanagement eröffnet zusätzliche Leitungsfunktionen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Gegenüber der direkten Pflege ist die körperliche Belastung geringer: Heben und Lagern fallen in der reinen Leitungsfunktion weitgehend weg. Gefordert sind dafür lange Bildschirmarbeit, viel Kommunikation im Gespräch und am Telefon, Belastbarkeit unter Zeitdruck sowie Wege zwischen Büro und Wohnbereichen. Bei ambulanten Diensten kommen Fahrten zu Kunden hinzu, ein Führerschein wird häufig erwartet. Hilfreich sind ein ergonomischer Büroarbeitsplatz, Bildschirmlesesoftware, Vergrößerungsprogramme oder Spracheingabe für die Dokumentation sowie Telefon- und Hörtechnik für Besprechungen. Solche technischen Arbeitshilfen und gegebenenfalls eine Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt. Wichtig ist, vorab zu klären, ob Rufbereitschaft und Mitarbeit in der Pflege zur Stelle gehören, und dies im Arbeitsvertrag festzuhalten. Für Pflegefachkräfte, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr am Bett arbeiten können, ist die Leitungsweiterbildung ein üblicher Weg, der über die Rentenversicherung oder die Agentur für Arbeit als Leistung zur Teilhabe gefördert werden kann.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.