Aktuelle Stellen: Gesundheits- und Krankenpfleger

Was macht man in diesem Beruf?

Gesundheits- und Krankenpfleger betreuen Patientinnen und Patienten, die akut erkrankt sind, operiert wurden oder dauerhaft Unterstützung brauchen. Sie erheben den Pflegebedarf, planen und dokumentieren die Pflege und führen sie durch. Dazu gehören Grundpflege wie Waschen, Lagern und Mobilisieren ebenso wie Behandlungspflege: Medikamente richten und verabreichen, Infusionen vorbereiten, Verbände wechseln, Vitalwerte überwachen und Blut abnehmen. Sie beobachten den Zustand der Patienten, erkennen Verschlechterungen und informieren die Ärzte. Auch die Beratung von Angehörigen und die Vorbereitung der Entlassung gehören dazu. In spezialisierten Bereichen wie Epilepsiezentren, Intensivstationen oder der Psychiatrie kommen besondere Aufgaben hinzu, etwa die Überwachung bei Anfällen oder die Betreuung bei Langzeit-EEG. Erfahrene Pflegekräfte leiten als Praxisanleiter Auszubildende an.

Arbeitsalltag

Der Dienst beginnt mit der Übergabe von der vorherigen Schicht. Danach folgen Rundgänge, Grund- und Behandlungspflege, Visiten, Aufnahmen und Entlassungen. Ein großer Teil der Zeit entfällt auf die Dokumentation, meist am Computer. Im Krankenhaus wird in Früh-, Spät- und Nachtschicht gearbeitet, auch an Wochenenden und Feiertagen. Die Arbeit ist körperlich fordernd: viel Stehen und Gehen, Heben und Umlagern von Patienten, dazu Zeitdruck bei knapper Besetzung. Psychisch belastend können Notfälle, schwere Krankheitsverläufe und der Umgang mit Sterben sein. Die Arbeit findet im Team mit Ärzten, Therapeuten und anderen Pflegekräften statt.

Perspektiven

Pflegefachkräfte werden bundesweit gesucht, Arbeitslosigkeit ist in diesem Beruf selten. Weiterbildungen führen zur Fachpflegekraft für Intensivpflege und Anästhesie, Onkologie, Psychiatrie oder Operationsdienst, zur Praxisanleitung, zur Stationsleitung oder zur Pflegedienstleitung. Ein Studium der Pflegewissenschaft, des Pflegemanagements oder der Pflegepädagogik eröffnet Wege in Lehre, Qualitätsmanagement und Leitung. Es gibt auch Tätigkeiten mit weniger Schichtarbeit, etwa in Ambulanzen, Praxen, im Entlassmanagement, in der Hygiene oder im Medizinischen Dienst.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Im Stationsdienst zählen vor allem körperliche Belastbarkeit beim Heben und Umlagern, langes Stehen und Gehen, gutes Sehen und Hören zum Erkennen von Alarmen und Veränderungen am Patienten sowie Feinmotorik beim Richten von Medikamenten und bei Injektionen. Schicht- und Nachtarbeit und Zeitdruck kommen hinzu. Viele dieser Anforderungen lassen sich durch Hilfsmittel und Arbeitsorganisation verringern: Patientenlifter, Aufstehhilfen, Gleitmatten und elektrisch verstellbare Betten entlasten beim Transfer, optische oder vibrierende Rufsysteme ergänzen akustische Alarme, Bildschirmlupen und Sprachausgabe erleichtern die Dokumentation. Eine feste Schichtform, etwa nur Frühdienst, oder der Verzicht auf Nachtdienste lassen sich häufig vereinbaren. Wer die Belastung des Stationsdienstes nicht mehr tragen kann, findet in Ambulanzen, Funktionsdiensten, Beratung, Praxisanleitung oder Dokumentation Tätigkeiten mit weniger körperlicher Arbeit. Große Krankenhausträger und öffentliche Kliniken haben in der Regel eine Schwerbehindertenvertretung, die bei der Anpassung des Arbeitsplatzes unterstützt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.