Aktuelle Stellen: Fachgesundheits- und Krankenpfleger

Was macht man in diesem Beruf?

Fachgesundheits- und Krankenpfleger haben nach der Pflegeausbildung eine Fachweiterbildung abgeschlossen. Am häufigsten ist die Weiterbildung Intensivpflege und Anästhesie, daneben gibt es unter anderem Operationsdienst, Onkologie, Nephrologie und Psychiatrie. Auf einer Intensivstation betreuen sie meist ein bis drei Patientinnen und Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Verletzungen, etwa nach Unfällen, großen Operationen oder schweren Verbrennungen. Sie überwachen Herz, Kreislauf und Atmung über Monitore, bedienen Beatmungsgeräte, Infusions- und Spritzenpumpen sowie Dialyse- oder Kreislaufunterstützungssysteme, verabreichen Medikamente nach ärztlicher Anordnung und übernehmen die Grundpflege bei Menschen, die sich selbst nicht bewegen können. Sie erkennen Verschlechterungen früh und handeln im Notfall mit dem ärztlichen Team.

Arbeitsalltag

Gearbeitet wird im Drei-Schicht-System mit Früh-, Spät- und Nachtdienst, an Wochenenden und Feiertagen. Eine Schicht beginnt mit der Übergabe am Bett, danach folgen Überwachung, Dokumentation, Lagerung, Wundversorgung, Absaugen, Mobilisation und die Begleitung von Visiten und Untersuchungen. In der Traumatologie kommen Schockraumaufnahmen und Transporte zu CT oder OP hinzu. Auf Brandverletztenstationen sind aufwendige Verbandswechsel unter sterilen Bedingungen üblich, die Räume sind oft stark beheizt, und Schutzkleidung wird lange getragen. Die Arbeit verlangt ständige Aufmerksamkeit, rasche Entscheidungen und sichere Bedienung von Technik. Körperlich belastend sind das Umlagern schwerer, bewusstloser Patienten, langes Stehen und Gehen sowie gebeugte Haltungen am Bett. Hinzu kommen psychische Belastungen durch schwere Verläufe, Sterben und Gespräche mit Angehörigen.

Perspektiven

Fachweitergebildete Pflegekräfte werden in Krankenhäusern bundesweit gesucht, besonders in Intensivmedizin, Anästhesie und Notfallversorgung. Mit Erfahrung sind Aufgaben als Praxisanleitung, Schichtleitung oder Stationsleitung möglich. Weitere Wege führen in die Anästhesiepflege, die außerklinische Intensivpflege, die Hygiene als Hygienefachkraft, die Schmerzpflege oder in ein Pflegestudium mit Schwerpunkt Pflegepädagogik, Pflegemanagement oder Advanced Practice. Auch Hersteller von Medizintechnik stellen Intensivpflegekräfte für Schulung und Anwendungsberatung ein.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf stellt hohe Anforderungen an körperliche Belastbarkeit, Sehen und Hören, Feinmotorik und Konzentration unter Zeitdruck. Alarme von Monitoren und Beatmungsgeräten müssen sicher wahrgenommen, kleine Anzeigen abgelesen und Zugänge, Spritzen und Verbände präzise gehandhabt werden. Schicht- und Nachtarbeit gehören in der Regel dazu. Viele dieser Anforderungen lassen sich durch Hilfsmittel und Organisation verringern: Patientenlifter, Gleitmatten, elektrisch verstellbare Betten und Lagerung zu zweit entlasten beim Heben, zentrale Alarmanzeigen mit optischen Signalen oder Vibrationsempfängern unterstützen bei eingeschränktem Hören. Technische Arbeitshilfen und begleitende Hilfe fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, Leistungen zur Teilhabe kommen von der Agentur für Arbeit oder der Rentenversicherung. In Kliniken mit vielen Funktionsbereichen bieten Anästhesieeinleitung, Aufwachraum, Ambulanzen oder Praxisanleitung Alternativen zur Arbeit am Intensivbett. Die Schwerbehindertenvertretung und das Betriebliche Eingliederungsmanagement helfen, solche Lösungen im Betrieb zu finden.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.