Aktuelle Stellen: Disponent

Was macht man in diesem Beruf?

Disponenten sorgen dafür, dass Aufträge, Fahrzeuge, Material und Personal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. In der Transportdisposition stellen sie Touren zusammen, teilen Lkw und Fahrer ein, buchen Frachtraum bei Subunternehmern und verfolgen die Sendungen bis zur Zustellung. In der Materialdisposition berechnen sie Bedarfe, lösen Bestellungen aus und halten Lagerbestände so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig. In Leitständen großer Logistikzentren, bei Verkehrsbetrieben oder bei Ver- und Entsorgern koordinieren sie zusätzlich Einsätze in Echtzeit und reagieren auf Störungen. Grundlage sind Warenwirtschafts-, Transportmanagement- oder ERP-Systeme, Telematik und Tabellenkalkulation.

Arbeitsalltag

Der Tag beginnt häufig mit dem Abgleich der eingegangenen Aufträge mit den verfügbaren Kapazitäten. Danach folgen Tourenplanung, Abstimmung mit Kunden, Lager und Fahrern sowie die Kontrolle von Lenk- und Ruhezeiten. Ein großer Teil der Arbeit ist Kommunikation per Telefon, E-Mail und Dispositionssoftware. Kurzfristige Änderungen wie Staus, Fahrzeugausfälle, Krankmeldungen oder Eilaufträge verlangen schnelle Entscheidungen, oft unter Zeitdruck und mit mehreren Vorgängen gleichzeitig. Hinzu kommen Frachtabrechnung, Reklamationsbearbeitung und die Prüfung von Begleitpapieren, im internationalen Verkehr auch Zoll- und Gefahrgutvorschriften. Gearbeitet wird überwiegend im Büro an mehreren Bildschirmen. In Speditionen beginnt der Dienst oft früh am Morgen; Leitstände und Lager mit Dreischichtbetrieb besetzen die Disposition auch abends, nachts und am Wochenende. Rufbereitschaft kommt vor.

Perspektiven

Disponenten werden in Speditionen, Industrie, Handel, Paketdiensten und im öffentlichen Bereich gesucht, die Nachfrage ist seit Jahren stabil. Mit Erfahrung ist der Wechsel in die Teamleitung Disposition, die Niederlassungsleitung oder das Supply-Chain-Management möglich. Weiterbildungen zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik, zum Logistikmeister oder ein berufsbegleitendes Studium der Logistik öffnen weitere Positionen. Spezialisierungen etwa auf Gefahrgut, Kühltransporte, Zoll oder Einsatzplanung in Leitstellen verbessern die Verhandlungsposition. Die zunehmende Automatisierung der Tourenplanung verändert den Beruf, ersetzt aber nicht die Steuerung bei Störungen und den Kontakt zu Kunden und Fahrern.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist weitgehend sitzend und körperlich wenig belastend, was sie für viele Menschen mit Einschränkungen beim Heben, Gehen oder Stehen zugänglich macht. Anspruchsvoll sind die dauerhafte Bildschirmarbeit an mehreren Monitoren, das viele Telefonieren, der Lärm in Großraumbüros und der Zeitdruck bei Störungen. Hilfreich sind ergonomische Arbeitsplätze mit höhenverstellbarem Tisch, Vergrößerungssoftware, Screenreader, Headsets mit Verstärkung oder Hörsystemanbindung sowie ruhigere Einzelarbeitsplätze. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt kann technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördern, die Agentur für Arbeit unterstützt Einstellungen etwa mit Eingliederungszuschüssen. Wo Nachtschichten oder Bereitschaft belastend sind, bieten Disponentenstellen im Tagdienst, etwa in der Materialdisposition oder Frachtabrechnung, eine Alternative.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.